Bainitisches Vergüten (ADI)

Das Bainitische Vergüten (auch Zwischenstufenvergüten genannt), ist ein Vergüten von Härtetemperatur (Austenitisierungstemperatur) in ein Salzbad.

Dieses Salzbad wird je nach Anforderung und Stahlsorte zwischen 250° und 400°C betrieben. Die Teile werden in dem Salzbad so lange gehalten, bis die Umwandlung vollzogen ist. Ist die Umwandlung vollzogen, kann die Abkühlung beliebig erfolgen.

Es ist allerdings erforderlich, dass die Salzbäder ein gewisses Volumen haben, damit die eingestellte Abschrecktemperatur nicht durch das Einbringen massiver glühender Teile stark verändert wird. Unser zur Zeit größtes Salzbad hat einen Inhalt von ca. 25t.

In den letzten Jahren wird dieses Verfahren in großem Umfang bei Gusseisensorten aus dem Material ADI angewandt.

Vorteile des Verfahrens:

  1. wirtschaftliche Vorteile (Anlassen wird eingespart)
  2. geringe Maßänderung (geringe Temperaturdifferenz zwischen Austenitisierungs- und Abschrecktemperatur)
  3. höhere Dehnbarkeit
  4. günstigere Kerbschlagzähligkeitswerte

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