Die Wärmebehandlung

Bei der Wärmebehandlung von Metallen handelt es sich um einen thermischen bzw. thermo-chemischen Prozess, mit dem Ziel die mechanischen Eigenschaften eines Bauteils zu verändern bzw. zu verbessern.

Hierbei wird grundsätzlich zwischen Verfahren unterschieden, welche Änderungen im gesamten Bauteil-Gefüge durch Gefügeumwandlung hervorrufen (z.B. Härten, Glühen) oder lediglich in Änderungen an der Materialoberfläche resultieren (z.B. Nitrieren, Einsatzhärten).

Hier sehen Sie eine Übersicht der Wärmebehandlungsverfahren, welche bei der Härtetechnik Hagen derzeit durchgeführt werden.

Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter der Rubrik Verfahren sowie in unserem Härterei-Lexikon.

Für alle Fragen rund um die verschiedenen Wärmebehandlungen erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.

Wir beraten Sie gerne!

  • Nitrieren, NitrocarburierenÖffnen oder Schließen

    Das Nitrieren und Nitrocarburieren ist ein in der Praxis in großem Umfang angewendetes Oberflächen - Härteverfahren. Unsere Nitrieranlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik und sind mit allen möglichen Mess- u. Regeleinrichtungen ausgerüstet. Die folgenden Verfahren gehören zu den Standardverfahren unseres Hauses:

    1. Gasnitrieren ( 480° - 570°C )
    2. Gasnitrocarburieren ( 500° - 630°C )
    3. Salzbadnitrieren ( 550° - 580°C )
    4. Nitrocarburieren mit Oxidieren ( 510° - 630°C )
    5. FER-N-OX © ( 530° - 630°C )
    6. Glühen unter Schutzgas

    Wie Sie aus obiger Aufstellung ersehen können, liegen die meisten Nitrier- u. Nitrocarburierverfahren im Bereich zwischen 500° und 580°C. Bei höheren Temperaturen über 590°C bildet sich neben der wesentlich stärkeren Vebindungsschicht (bei gleicher Haltezeit) bei unlegierten und niedriglegierten Stählen eine Zwischenschicht. Diese besteht je nach Abkühlung entweder aus kohlenstoff- / stickstoffhaltigem Bainit oder Martensit mit hohem Anteil an unterkühltem Austenit.

    In der Regel werden bei höheren Temperaturen nitrocarburierte Stähle nach dem Nitrocarburieren oxidiert. So behandelte Stähle besitzen im Allgemeinen eine wesentlich höhere Korrosionsbeständigkeit.


    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:
    Nitrieren, Gasnitrieren, Nitrocarburieren, FER-N-OX, Glühen


  • Klassisches GasnitrierenÖffnen oder Schließen

    Es handelt sich hierbei um ein Nitrierverfahren, welches bei relativ niedriger Temperatur durchgeführt und in der Regel für grosse Nitriertiefen angewandt wird.


    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:

    NitrierenGasnitrieren


  • GasnitrocarburierenÖffnen oder Schließen

    Vorteile des Verfahrens:

    - grosse Werkstoffpalette behandelbar
    - geringe Massänderung, da Temperaturen bis 450°C
    - gute Korrosionsbeständigkeit (bis 240 Std. Salzsprühnebeltest)


    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:

    Nitrocarburieren


  • FER-N-OX©Öffnen oder Schließen

    Bei dem FER-N-OX® Verfahren handelt es sich um ein modifiziertes Nitrocarburier-Verfahren mit anschließender Oxidation.

    Dieses Verfahren hat neben dem Vorteil des Nitrocarburierens (höhere Verschleißbeständigkeit) noch zusätzlich durch die Oxidationsschicht den Vorteil einer höheren Korrosionsbeständigkeit. Exakte Aussagen über die Höhe der Korrosionsbeständigkeit sowie über die Höhe Verschleißfestigkeit können jedoch nicht getroffen werden, da diese beiden Parameter im wesentlichen von dem gewählten Ausgangsmaterial abhängen.

    Untersuchungen an verschiedenen Bauteilen haben jedoch ergeben, dass bei gezieltem Einsatz den vorgenannten Verfahrens Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeiten erreicht werden können, die anderen Verfahren wie zum Beispiel das Verchromen, Bondern oder Vernickeln überlegen sind.

    Zur Zeit wird dieses Verfahren in unserem Hause auf verschiedensten Gebieten in der Automobilindustrie eingesetzt, wo besondere Verschleiß und Korrosionsbeständigkeit gefordert wird (z.B. Kupplungsteile, Getriebeteile u.ä.).

    Hydraulikbauteile, Verbindungsbolzen etc. werden schon seit einiger Zeit mit großem Erfolg gegen Verschleiß und Korrosion nach diesem Verfahren behandelt.

    Das FER-N-OX®-Verfahren wurde von der Härtetechnik Hagen GmbH beim Deutschen Patentamt angemeldet und markenrechtlich geschützt.


    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:

    FER-N-OX


  • EinsatzhärtenÖffnen oder Schließen

    Das Einsatzhärten beschreibt den Prozess des Aufkohlens und Härtens mit anschließender Abschreckung. Hierdurch wird eine harte Oberfläche bei gleichzeitig duktilem Kern erreicht. Durch das Aufkohlen wird die Randschicht des Bauteils mit Kohlenstoff angereichert. Dieser diffundiert von der Randschicht in den Kern, wodurch ein bestimmtes Kohlenstoff- sowie das gewünschte Härteprofil erreicht wird. 

    Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Erhöhung der Verschleißfestigkeit unter Beibehaltung eines zähen Kerns.


    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:

    Einsatzhärten


  • Glühen unter SchutzgasÖffnen oder Schließen

    In unseren Anlagen ist es möglich, zunderfrei mit einwandfreier Oberfläche bis 750 °C zu glühen.

    Alle Anlagen werden durch unser Chargenüberwachungssystem fortlaufend dokumentiert. 
    An Hand einer Ident.Nr., können wir noch nach Jahren jeden Auftrag lückenlos zurückverfolgen.


    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:

    Glühen unter Schutzgas


  • Bainitisches Vergüten - ADIÖffnen oder Schließen

    Das Bainitische Vergüten (auch Zwischenstufenvergüten genannt), ist ein Vergüten von Härtetemperatur (Austenitisierungstemperatur) in ein Salzbad.

    Dieses Salzbad wird je nach Anforderung und Stahlsorte zwischen 250° und 400°C betrieben. Die Teile werden in dem Salzbad so lange gehalten, bis die Umwandlung vollzogen ist. Ist die Umwandlung vollzogen, kann die Abkühlung beliebig erfolgen.

    Es ist allerdings erforderlich, dass die Salzbäder ein gewisses Volumen haben, damit die eingestellte Abschrecktemperatur nicht durch das Einbringen massiver glühender Teile stark verändert wird. Unser zur Zeit größtes Salzbad hat einen Inhalt von ca. 25t.

    In den letzten Jahren wird dieses Verfahren in großem Umfang bei Gusseisensorten aus dem Material ADI angewandt.

    Vorteile des Verfahrens:

    - wirtschaftliche Vorteile (Anlassen wird eingespart)
    - geringe Maßänderung (geringe Temperaturdifferenz zwischen Austenitisierungs- und Abschrecktemperatur)
    - höhere Dehnbarkeit
    - günstigere Kerbschlagzähligkeitswerte

     

    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:
    Bainitisches Vergüten


  • Induktivhärten / InduktionshärtenÖffnen oder Schließen

    Neben den verschiedenen konventionellen Härteverfahren beschäftigt sich unsere Schwesterfirma Induktivhärtetechnik Hagen GmbH ausschließlich mit dem Induktivhärten von verschiedensten Teilen.

    Hier werden sowohl Großteile bis zu einem Durchmesser von 4 m und einer Länge von 2 m im Umlaufverfahren, als auch Kleinteile für die Automobilindustrie gehärtet.

    Es stehen mehrere Anlagen sowohl für Mittel-, Nieder- als auch Hochfrequenz zur Verfügung.

    Durch unseren hauseigenen Induktorenbau können wir bei jedem anfallendem Härtegut, schnell dem Objekt optimal angepaßte Induktoren erstellen und können damit reproduzierbare Härtewerte sowohl bei Massen-, als auch bei Einzelteilen garantieren.
    Da wir im 3-Schichtbetrieb arbeiten sind wir in der Lage, auch kurzfristig größere Aufträge zu behandeln.

    Selbstverständlich ist die Firma ITH nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Die eigene Qualitätssicherungsabteilung überwacht dementsprechend jeden Auftrag, um höchstmögliche Qualität sicherstellen zu können.

    > zur Homepage der Induktivhärtetechnik Hagen GmbH

     

    Weitere Details finden Sie auf folgenden Seiten:
    Induktivhärten / Induktionshärten


  • Weitere WärmebehandlungsverfahrenÖffnen oder Schließen

    Hier finden Sie eine Übersicht der weiteren Verfahren, welche ebenfalls zu unserem Leistungsspektrum gehören.
    Klicken Sie einfach auf die entsprechenden Links, um weitere detaillierte Informationen zu erhalten. 

    - Anlassen
    - Aufkohlen
    - Vergüten unter Schutzgas
    - Normalisieren
    - spannungsarm Glühen
    - Werkzeughärtung
    - Carbonitrieren

    Sollten Sie noch Fragen zu den einzelnen Verfahren haben, stehen Ihnen unsere Verfahrenstechniker jederzeit gerne zu Verfügung.